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Schreibwut

Ja, dass mir das auch mal wieder passieren kann.. ich bin so happy darüber, mich packt wieder die Lust am Schreiben, das ist toll, das ist wirklich toll! Geil *gg*

Ich geb's ja zu (wiedermal) ... ich habe in letzter Zeit etwas geschwächelt. Bin lieber im Internet gewesen, anstatt zu lernen, habe dem entsprechend auch Noten bekommen. Nun ja, im Internet hab ich dann aber auch kaum etwas gemacht, nicht gesurft... mich eher treiben lassen, war auch ganz angenehm, wurde diesbezüglich aber auch wieder von meinen Mitschreibern verwarnt..

Das war ne ziemlich harte Zeit, zu wissen, dass man könnte, wenn man nur wollte, aber einfach nicht wollte. In der Zeit hab ich mich auch etwas verändert, denke ich. Verhalten, Denken, Überlegungen, Gefühle... mein Umgang mit anderen Menschen und natürlich meine Liebe zum Schreiben, die wurde lange Zeit stark auf den Prüfstand gehoben.
In der ganzen Zeit über, das wurde mir manchmal richtig gut vor Augen geführt, bin ich wohl etwas aufgetaut. Ich rede und albere mit Menschen, denen ich vorher nur aus dem Weg gegangen wäre, ich freunde mich einfach und das war's. Die ganzen Beziehungen sind zwar noch etwas oberflächig, ich gebe zu, dass ich auch nicht viel tue, um sie zu vertiefen, aber es gefällt mir Kontakte zu knüpfen, was wohl daran liegt, dass ich mich den ganzen Sommer über wirklich etwas einsam gefühlt habe. Schließlich hockte ich die ganze Zeit über in meinem Zimmer, verbrachten zig Stunden vor dem PC und hoffte, dass die Zeit nie vorbei geht. Und auf Schule habe ich mich auch nicht gefreut. Immer diese nervigen Warnungen, von wegen es wird schwieriger, man solle sich mehr anstrengen, bald sind Prüfungen und jede Klausur würde für das Abi reichen. dann der Druck der Erwartungen. UNI? Gern, aber bitte lass das doch meine Sorge sein...

Ich weiß doch noch nicht einmal, was ich werden will, was aus mir werden sollte, ob mir das ganze Spaß machen könnte, ich mache heute schon genug Fehler für ein ganzes Leben... und daraus soll man lernen? Ich sehe nur, dass mir einige Fehler mehr gute Gefühle verschafft haben, als wenn ich immerzu alles richtig machen würde. Ich vernachlässige die einen, aber bei den anderen fühle ich mich geborgen, ich vernachlässige das Studium, aber die Zeit, die ich für mich nutzen konnte, war eine der besten Augenblicke meines Lebens.

Und eines Tages, fängt man sich schon wieder. Eines Tages, da wacht man auf und deckt sich: Scheiße, was hast du jetzt schon wieder gemacht? Dann merkt man, dass man seine ganze wertvolle Zeit damit verblödelt hat irgendetwas zu machen, das sinnlos war, weil das Beste
auch wieder ein Ende hat und weil eigentlich nichts für die Ewigkeit gemacht wurde. Ohne übertreiben zu wollen: es stimmt, alles hat ein Ende, ob gut, oder aber auch schlecht. Es ist einerlei, was heute passiert, man sollte nur morgen noch dazu stehen können. Ich gebe zu, manche Dinge will auch ich gern vergessen, aber ich erinnere mich an Sachen, bei denen kriege ich Gänsehaut, wir waren eben nicht alle Engel.

Und weil man das schon damals wusste, wird man auch eines Tages einsehen, dass man sich ändern muss. Entweder man findet einen Weg dafür, oder man stößt eines Tages buchstäblich mit der Nase darauf. Mein Glück war es, einen Traum zu haben, der mir wirklich etwas bedeutete.
Meine Festung ohne Grenzen, so zu sagen. Vor drei Jahren habe ich den Traum begonnen, jetzt wird er neu aufgerollt. Ich gebe zu, das alte Forum ist sehr verwahrlost worden, einerseits, weil ich doch ein Jahr lang "Zwangsurlaub" hatte und anderseits, weil der Anbieter des Forums einfach nur noch geschlampt hat... es machte mich schier traurig das zu sehen, doch ich dachte mir, mit der Zeit wird das schon werden. Einmal habe ich eine Beschwerde geschrieben, doch es besserte sich nur für kurze Zeit.
Ich dachte mir.. ach was soll's. Wird schon werden. Doch am letzten Samstag bin ich aufgewacht und ich wusste irgendwie, dass das nicht werden wird, wenn ich nichts unternehme, dass ich nun dran bin etwas zu tun, weil es mein Traum ist, den ich schon so lange träume, weil ich es war, der meine Festung Grenzen auferlegt hatte. Das sollte aber nicht so sein, ich setzte mich an den PC und arbeitete den ganzen Tag lang daran ein neues Forum aufzuziehen, die Anwendung dieses mal ist anstrengend, schwierig, um genau zu sein. das war leider nicht nur stumpfes anmelden und voilà fertig, sondern hochladen, transferieren, neu verarbeiten usw...
Ich habe es sogar geschafft das erste Mal alles zu löschen und es nochmal zu machen... hat mich natürlich dementsprechend umgehauen.... *sfz* Aber die Arbeit daran, je mehr Mühe ich mir gebe, je länger ich daran sitze und je mehr Angst und gleichzeitig Vorfreude um das Ergebnis habe, desto mehr glaube ich daran, dass ich gerade, seit langer, langer Zeit wieder das Richtige mache. Es ist wohl die Anstrengung, die ich verspüre und die mich so sehr an die Anfänge von "The World" erinnern. Ich habe es jetzt "Beyond the World" getauft, weil ich glaube, dass ich mich langsam wirklich jenseits dieser Welt befinde. Wenn ich das geschafft habe, wenn ich meine Festung endlich wieder in Betrieb nehme, dann weiß ich, dass ich wirklich zu einem Teil davon geworden bin.

Ich denke, das habe ich einfach gebraucht, eine Area, die ganz alleine mir gehört, in der niemand anderes mich zu etwas zwingen kann, wo nichts von mir erwartet wird, außer, dass alles wie immer ist... Komisch, dass manchmal die kleinen Dinge einen zu einem großen Schritt verhelfen. Ich bin froh, dass ich wieder Fuß gefasst habe, denn gestern habe ich mal wieder vernünftig an etwas gearbeitet, kam zwar immer noch nichts vernünftiges raus, aber dennoch, es war ein anderes Gefühl bei einer Arbeit zu sitzen und endlich zu denken... ach verdammt.. so wenig Zeit und noch so viel zu schreiben. Es kam sonst nämlich auch vor, dass ich da saß und dachte.. die Zeit vergeht bald, aber du hast keine Ahnung, was du schreiben sollst. Und mit meiner vorigen Einstellung habe ich schon viel zu viel aufs Spiel gesetzt, als das ich mir jetzt noch Fehler erlauben könnte, aber das... ist dann wohl nicht mehr das Problem.. Jetzt habe ich endlich wieder das Gefühl, dass ich das Ruder rumreißen kann, zumindest sehe ich jetzt endlich wieder, was sich vor mir befindet. Und ich weiß, in welchem Tempo ich arbeiten muss. Die regelrechte Gleichgültigkeit in letzter Zeit hat mir endlich gezeigt, wie die andere Welt aussieht und nun habe ich wieder mein Gleichgewicht gefunden.

Ich glaube, das ist etwas, das mir in diesem Jahr wirklich gelungen ist. Darum wird das nächstes Jahr wohl wieder bergauf gehen.

18.12.07 21:08
 


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